Grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der Umweltforschung

Dass sich unsere Umwelt unter dem Einfluss des Klimawandels verändert, wurde nicht nur in den trockenen, heißen Sommern der letzten Jahre sichtbar. Forscherinnen und Forscher möchten nicht nur die Symptome – wie beispielsweise das vermehrte Auftreten des Borkenkäfers – beschreiben, sondern die Prozesse und Ursachen dieses Wandels genau verstehen. Dafür sind aber möglichst exakte und aktuelle Daten zum Zustand unserer Umwelt nötig. 

Eine Ende 2019 geschlossene Absichtsbekundung zwischen der Landesregierung Rheinland-Pfalz und der Regierung Luxemburgs erkannte diese Notwendigkeit an: Da weder der Klimawandel noch Biodiversitätsverluste an Landesgrenzen haltmachen, streben beide Regierungen künftig eine enge Zusammenarbeit in der Umweltforschung an.

Daran anknüpfend trafen sich Anfang Februar Vertreterinnen und Vertreter der Forschungsinstitute und Hochschulen, die im Grenzgebiet von Rheinland-Pfalz und Luxemburg im Bereich der Umweltforschung aktiv sind, im Hunsrückhaus am Erbeskopf zu einem Strategietreffen. Zufällig gewählt war dieser Ort nicht, steht er doch als Eingangstor des Nationalparks Hunsrück-Hochwald sowohl für den Erhalt der Natur als auch den Zugang zu einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Rund 30 Forscherinnen und Forscher der Universität Trier, des Umwelt-Campus Birkenfeld der Hochschule Trier, der Universität Luxemburg, des Luxemburger Institute of Science and Technology (LIST), des Luxemburger Nationalmuseums für Naturgeschichte (MNHN), Landesforsten Rheinland-Pfalz sowie des Nationalparkamts tauschten sich intensiv aus. 

Der Austausch, zu dem die Wissenschaftsallianz Trier eingeladen hatte, soll nun zu neuen Projekten in der Umweltforschung und damit langfristig zu einer gesicherten Datenbasis zu Umweltdaten in der Großregion führen.