Universität Trier

Knapp 15.000 Studierende sind aktuell an der Universität Trier eingeschrieben. Der Anteil internationaler Studierender liegt bei etwa 10 Prozent. Im Wintersemester 2013/2014 waren etwa 1.180 Mitarbeitende an der Universität Trier beschäftigt, davon 157 Professoren, etwa 450 wissenschaftliche sowie über 570 nichtwissenschaftliche Mitarbeiter.

Die Universität Trier besteht aus sechs Fachbereichen:

  •  FB I – Pädagogik, Philosophie, Psychologie, Psychobiologie
  •  FB II – Sprach-, Literatur- und Medienwissenschaften, Phonetik, Germanistik, Linguistische Datenverarbeitung
  • FB III – Ägyptologie, Geschichte, Klassische Archäologie, Kunstgeschichte, Papyrologie, Politikwissenschaft
  • FB IV – Wirtschafts- und Sozialwissenschaften, Mathematik, Informatik, Wirtschaftsinformatik
  • FB V – Rechtswissenschaft
  • FB VI – Geographie, Geowissenschaften

Die Universität Trier kann auf eine lange Tradition zurückblicken, denn ihr Gründungsdatum liegt mehr als 500 Jahre zurück. Im Jahr 1472 erwarb die Stadt Trier – nach langen Verhandlungen – die Gründungsurkunden von Erzbischof Jakob I. von Sierck. Am 16. März 1473 erfolgte die Eröffnung der alten Trierer Universität mit einer theologischen, einer juristischen, einer medizinischen und einer philosophischen Fakultät. Im Zuge der napoleonischen Besatzung der Stadt Trier wurde die alte Universität im Jahr 1798 geschlossen.

Erst 1970 kam es zur Neugründung der Universität Trier in Form der Doppeluniversität Trier-Kaiserslautern. Der Standort Trier erhielt dabei eine geisteswissenschaftliche Fakultät, die ihren Betrieb in der ehemaligen Pädagogischen Hochschule auf dem Schneidershof zum Wintersemester hin aufnahm. Im September desselben Jahres wurde ein Kooperationsvertrag zwischen dem Bistum Trier und der Landesregierung Rheinland-Pfalz zur Zusammenarbeit der Theologischen Fakultät Trier mit der neugegründeten Universität geschlossen. Bereits im Dezember 1974, früher als erwartet, beschloss der Landtag Rheinland-Pfalz die Errichtung von zwei eigenständigen Universitäten.

Ministerpräsident Bernhard Vogel bemerkte hierzu in seinem Festvortrag anlässlich der 40-Jahr-Feier der Universität Trier: „In meiner Einbringungsrede im Landtag im Oktober 1975 konnte ich feststellen, dass der Start gelungen war und dass die beiden Hochschulstandorte einen zentralen Beitrag zur regionalen Strukturpolitik dieser Räume leisten.“

Die Tradition einer geisteswissenschaftlichen Universität wurde mit der Wiedergründung im Jahr 1970 fortgeführt. Zugleich sind aus und parallel zu dieser Tradition neue Lehr- und Forschungsschwerpunkte entstanden, z. B. im Bereich der Umwelt- und Gesundheitswissenschaften. Vor allem hat in den letzten Jahren der Gedanke der Interdisziplinarität klare Konturen angenommen. Natur- und Geisteswissenschaften kooperieren in wachsendem Maße.

Seit 2010 gehört die Universität Trier dem grenzüberschreitenden Verbund „Universität der Großregion“ an. Beteiligt sind neben Trier die Universität des Saarlandes, die Universitäten von Lüttich, Luxemburg, Nancy und Metz (Université de Lorraine) sowie die Technische Universität Kaiserslautern.