Forschungsstelle Mittelstand ist ein wichtiger Partner der regionalen Wirtschaft

21. Februar 2017

In weniger als einem Jahr ist es der „Forschungsstelle Mittelstand“ gelungen, ein wichtiger Kooperations- und Ansprechpartner für Unternehmen und Betriebe in der Region Trier zu werden. Dass die Einrichtung an der Universität Trier in kurzer Zeit einen regen Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft etabliert hat, würdigte auch Ministerpräsidentin Malu Dreyer. Sie bezeichnete die Forschungsstelle als ein gutes Beispiel für vernetzte Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und mittelständischer Wirtschaft. Die Institution soll daher als feste Größe etabliert und der Transfer in die Region weiter intensiviert werden. Das haben die Förderer der Forschungsstelle jetzt in einer Sitzung signalisiert.

„Wir blicken auf ein erstes sehr aktives und erfolgreiches Jahr zurück. Gemeinsam mit Unternehmen der Region konnten wir sehr interessante Praxisprojekte umsetzten. Die positive Resonanz unserer Förderer hat uns dies bestätigt“, fasst Prof. Dr. Jörn Block, Sprecher und einer der wissenschaftlichen Leiter der Forschungsstelle, die ersten Monate zusammen.

Die Forschungsstelle Mittelstand liefert zahlreiche erfolgreiche Beispiele dafür, wie sowohl Wissenschaft als auch Wirtschaft von Transfer und Zusammenarbeit profitieren. Seit der Gründung im April 2016 haben sich Studierende in 52 Abschlussarbeiten mit Fragen und Problemen von 19 Unternehmen und Partnern beschäftigt. Mitarbeiter der Forschungsstelle haben in 25 Vorträgen und Diskussionen zu Themen aus der Praxis Stellung bezogen. 72 Studierende haben Studienprojekte mit regionalen Partnern durchgeführt. Ein herausragendes Projekt war darüber hinaus eine Befragung in mehr als 800 Betrieben zur Zufriedenheit mit den Standortbedingungen in der Region Trier.

„Es ist auch für uns eine sehr interessante Erfahrung, mit welch spannenden Fragen und Problemen Unternehmen auf uns zukommen“, sagt Dr. Alexandra Moritz, die gemeinsam mit Dr. Christian Fisch die Geschäftsführung der Forschungsstelle leitet. Die Forscher an der Universität versuchen, diese   Fragen wissenschaftlich fundiert so zu beantworten, dass die Unternehmen Lösungen und Entscheidungshilfen für ihre betriebliche Praxis erhalten. Dank der wissenschaftlichen Leitung mit vier Professorinnen und Professoren aus Unternehmensführung, Wirtschaftspsychologie, Management sowie Organisation und Personal ist die Forschungsstelle breit aufgestellt. Thematische Schwerpunkte sind Personal, Mittelstand, Gründung, Innovation sowie Strategie und Organisation von Unternehmen.

Von der Forschungsstelle profitieren auch die Studierenden der Universität. „Die Möglichkeit, an Projekten in Betrieben teilzunehmen, kommt bei unseren Studierenden hervorragend an“, versichert Dr. Christian Fisch. Die Studierenden sammeln Erfahrungen in der Berufspraxis und treffen auf Unternehmen, die sich ihnen als attraktive Arbeitgeber präsentieren können. Austausch und Transfer sollen in beide Richtungen intensiviert werden. So haben bereits im laufenden Wintersemester Unternehmer aus der Region ihre Erfahrungen aus der Berufspraxis in Lehrveranstaltungen an die Studierenden vermittelt.

„Uns ist es wichtig, Barrieren zwischen Wissenschaft und Unternehmen abzubauen. Um dieses Ziel zu erreichen, wollen wir weiterhin viel in Betrieben und bei Verbänden unterwegs sein“, betont Prof. Dr. Thomas Ellwart, Mitglied der wissenschaftlichen Leitung, Offenheit und Interesse an einer breitflächigen Zusammenarbeit mit der regionalen Wirtschaft.

Weitere Informationen: www.mittelstand.uni-trier.de


Die Forschungsstelle Mittelstand

Die Forschungsstelle Mittelstand wurde im April 2016 gegründet. Die wissenschaftliche Leitung haben Prof. Dr. Jörn Block (Unternehmensführung), Prof. Dr. Thomas Ellwart (Wirtschaftspsychologie), Prof. Dr Katrin Muehlfeld (Management, Organisation und Personal) und Prof. Dr. Thorsten Semrau (Management) inne. Die Forschungsstelle finanziert sich durch eine Vielzahl regionaler Förderer, darunter Stiftungen, Kommunen und kommunale Betriebe, Wirtschaftskammern und Verbände sowie Banken und Sparkassen. Zusätzliche Mittel sollen durch geförderte Forschungsprojekte (Drittmittel) eingeworben werden. Zur Anschubfinanzierung trugen die Nikolaus Koch Stiftung und die Universität Trier maßgeblich bei. Die Forschungsstelle will den Austausch zwischen regionaler Wirtschaft und Universität fördern, indem aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zugänglich gemacht werden und Studierende die unternehmerische Praxis kennenlernen.  

Kontakt

Dr. Christian Fisch
E-Mail: cfisch(at)uni-trier.de  
Tel. +49 (0)651-201-3033

Dr. Alexandra Moritz
E-Mail: moritz(at)uni-trier.de 
Tel. +49 (0)651-201-3232